Massage
Die Massage zählt zu den mechanischen Hautreizmitteln und wird zur Belebung und Erhöhung des körperlichen Wohlbefindens eingesetzt.
Das Massieren mit den Händen bewirkt auf zunächst grobstofflicher Ebene
einen Energieaustausch und eine Stoffwechselanregung im entsprechenden
Gebiet. Die Konsequenzen sind eine beschleunigte Bindegewebsentschlak-
kung und Reinigung über die Lymphe und die Venen; die vermehrte Durchblutung bringt neuen Schwung in blockierte Gewebsbezirke.Das entspannt und befreit von Stauungen auf körperlicher wie auch auf seelischer Ebene. Der Zellstoffwechsel im massierten Gebiet reaktiviert sich, Schmerzen werden gelindert.
Der Wärmeeffekt der manuellen Massage bringt den gesamten Organismus auf ein höheres Energieniveau, er hat das Gefühl der „Befreiung“. Im weiteren regt eine Ganzkörpermassage den gesamten Kreislauf, die Atmung, die Verdauung
und das Nervensystem an.
Allgemein nützlich ist die Massage zur Klärung nicht-eitriger Prozesse in den Bereichen Haut, Unterhaut, Sehnenscheiden, Schleimbeutel, Muskeln, Gesäuge.
Speziell beim Hund ergeben sich folgende Indikationen:
-Verspannungen und Verkrampfungen entlang der Wirbelsäule und der Extre-
mitäten, Unbeweglichkeit nach längerem Transport oder nach der Abnahme
von Gipsverbänden;
-Unterkühlungen und Schockzustände;
-Entzündungen im Bereich der Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel, Bänder und
Gelenke;
-Entzündungen und Verhärtungen im Bereich des Gesäuges, der Hoden;
-Lähmungen, z.B. der Muskeln, des Darms oder der Blase.
Alle zellulären und seelischen Strukturen sind gelockert und die Selbsthei-
lungskräfte des Körpers können sich ungehindert entfalten.
Die Massage kann mit bloßen Händen, aber auch mit einem Handtuch
oder Lappen geschehen. Ganz lustig finden es manche Hunde, wenn man
sie mit Stroh oder Heu einreibt.
Die Massage mit den Händen führt zu einem unbeschreiblichen Glücksgefühl,
weil hier mehrere Komponenten befriedigt werden: Körperkontakt, evtl. vor-
handener Juckreiz wird gestillt, zudem bringt es Entspannung. Außerdem hat
der Hund das befriedigende Gefühl, daß er in der Gemeinschaft akzeptiert wird.
Copyright Galina Roth
<< Zurück